Victoria Hamburg vs VfB Oldenburg 1:1

16. Februar 2014 / Zuschauer: 472 / Oldenburger: 200

Zum 1. Auswärtsspiel in der Rückrunde unterstützten wir vom Commando Donnerschwee mit den Supportern von Nordkaos Hamburg den Aufruf von „Fussballfans gegen Homophobie & Queer Football Fanclubs“

Unter dem Motto: „Bunte Fankurven“ präsentiereten wir zum Intro ein Spruchband (8m x 2m) und eine Folie (4m x 3m) mit dem „FfgH-Logo und der VfB Zitrone) zusätzlich untermalt mit buntem Konfetti. Nordkaos Hamburg zeigte ein Spruchband mit bunten Luftballons im Hintergrund.

Bunte Fankurven zum Ligastart nach der Winterpause +++ „Fußballfans gegen Homophobie“ und „Queer Football Fanclubs“ rufen zu bunten Fankurven zum Ligastart als positives Zeichen zum Coming – Out von Thomas Hitzlsperger auf +++
Fußballfans gegen Homophobie (FfgH) und Queer Football Fanclubs (QFF) begrüßen das Coming-Out des ehemaligen DFB-Auswahlspielers Thomas Hitzlsperger und hoffen, dass die Debatte, die er sich wünscht, nun tatsächlich ins Rollen kommt.

Das Coming – Out von Thomas Hitzlsperger dürfte endlich auch den Letzten klarmachen, dass es tatsächlich schwule Fußballprofis gibt. Es war ein mutiger Schritt, vor dem ich meinen Hut ziehe, und es hat einen hohen symbolischen Wert. Der Kampf um die Anerkennung und Wertschätzung von Schwulen und Lesben findet jedoch vor allem im Alltag statt. Als Kampagne von Fußballfans, die sich in erster Linie an andere Fußballfans richtet, wünscht sich FfgH, dass die Fans in den Stadien das positive Signal aufnehmen und zum jeweiligen ersten Spieltag ihrer Vereine nach der Winterpause ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass Homophobie und Schwulenhass im Fußball keinen Platz haben. Was wir uns wünschen, sind pinke Kurven und Regenbogenfahnen um auch zu zeigen, dass Fans bei dem Thema wesentlich weiter sind, so Christian Rudolph, Sprecher von „Fußballfan,s gegen Homophobie“.

Nicht vergessen werden darf, dass die Homophobie, die wir im Fußball antreffen, nur eine Folge der Homophobie ist, die wir in der Gesamtgesellschaft vorfinden. Es ist unrealistisch, zu erwarten, dass der Fußball dieses Problem alleine und quasi stellvertretend für die Gesamtgesellschaft löst. Dennoch hat es in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahl von Kampagnen und das Engagement unzähliger Menschen spürbare Fortschritte gegeben. Solange die Homosexualität eines Fußballers ein Thema für die Medien ist und nichts, was ganz selbstverständlich zum Fußball dazugehört, sind wir allerdings noch lange nicht am Ziel, meint Dirk Brüllau, Pressesprecher von Queer Football Fanclubs

Fußballfans gegen Homophobie (FfgH) ist eine seit 2011 laufende Kampagne, die ihren Ursprung in der Fanszene von Tennis Borussia Berlin hat und im Rahmen derer bereits Aktionen in über 60 Stationen in neun Ländern stattfanden. Seit April 2013 ist FfgH zudem ein eingetragener Verein.
Queer Football Fanclubs (QFF) ist ein Netzwerk europäischer schwul-lesbischer Fußball Fanklubs, die zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanklubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet wurde. Zurzeit setzt sich QFF aus 22 deutschen, 3 schweizer und einem niederländischen Fußball Fanklubs zusammen. In ihnen sind ca. 1.000 Mitglieder vertreten.


Nordkaos Hamburg


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